
In Lieberhausen entsteht Wärme auf Augenhöhe – mit der Natur und für die Gemeinschaft. Unser Heizwerk setzt auf Holzreststoffe aus der Region und versorgt das Dorf zuverlässig mit Nahwärme.
In unserer Heizzentrale wird das naturbelassene Waldrestholz zu Holzhackschnitzeln verarbeitet und in modernen Kesseln verbrannt. Die erzeugte Wärme wird gespeichert und über ein Nahwärmenetz an angeschlossene Gebäude weitergegeben. So bleibt die Technik lokal – und die Wärme kommt von hier.
Unsere Vorteile:
Regionale Kreisläufe: Kurze Transportwege, damit Wertschöpfung im Ort bleibt.
Klare Bilanz: Holz wächst nach – und spart gegenüber fossilen Brennstoffen CO₂ ein.
Zuverlässig & effizient: Technisch aktuell, gut gewartet – damit Wärme da ist, wenn sie gebraucht wird.
Im Herbst 1997 diskutierte der Vorstand des Heimatvereins Lieberhausen erstmals über erneuerbare Energien.
Nach Informationsveranstaltungen und Bürgerfahrten zu bestehenden Anlagen in Österreich und Niedersachsen war klar:
Das funktioniert – auch bei uns!
Am 22. April 1999 gründeten engagierte Bürgerinnen und Bürger die Energiegenossenschaft Lieberhausen eG.
Nur zwei Jahre später, am 20. Februar 2001, ging das Holzheizwerk offiziell ans Netz.
Dafür erhielt die EGL den 1. Förderpreis für
nachwachsende Rohstoffe des Landes NRW.
Unser Heizwerk kombiniert bewährte Holzhackschnitzeltechnik mit moderner Steuerung.
Das Herzstück ist eine Vorschubrostfeuerung mit 970 kW Nennleistung, gespeist mit Waldhackschnitzeln aus der Region.
Ein 1.400 kW Ölkessel steht als Spitzenlast- und Sicherheitsreserve bereit, wird aber kaum benötigt.
Technische Kennzahlen:
Der Betrieb ist nahezu vollautomatisch. Nur ein kurzer Kontrollgang am Tag ist nötig.
Die Asche wird automatisch abgeführt, die Brennstoffzufuhr erfolgt über hydraulische Beschickung.
Die Hackschnitzel stammen überwiegend aus regionaler Waldpflege
und werden in unserer eigenen Holztrocknungsanlage
aufbereitet.
Seit 2010 liefert außerdem eine 50,4 kWp Photovoltaikanlage auf
dem Heizwerksdach rund 48.000 kWh Ökostrom pro Jahr.

Durch das Projekt werden jährlich viele Tonnen CO₂ eingespart, und die Wertschöpfung bleibt in der Region.
Über 1 000 Besuchergruppen haben sich bereits vor Ort über das Heizwerk informiert.
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